1. Vertrauen an erster Stelle - Politische und religiöse Ansichten unwichtig

Die Deutschen suchen nicht mehr politische Lager und Gemeinschaft, sondern offene Politiker, denen man wirklich vertrauen kann.

65% sehen Vertrauen als das wichtigste Gut in Netzwerk-Beziehungen. Die Sehnsucht nach gegenseitigem Vertrauen wird direkt gefolgt von dem Wunsch nach Offenheit (51%) und Ehrlichkeit (49%). Weiterhin relevant sind Hilfsbereitschaft (43%) und Integrität(43%), d.h. der Übereinstimmung zwischen Präsentation und Handeln. Überraschend unwichtig dagegen (mit jeweils 0%!) ist, ob der Gegenüber dieselben kulturellen Hintergründe, denselben Glauben oder dieselbe politische Einstellung teilt. Fazit: Die Deutschen wollen nicht unbedingt Politiker, deren Meinung sie teilen. Sie wollen Menschen, denen sie vertrauen können.

2. Für 2/3 der Befragten müssen sich die Werte zu mindestens 70% gleichen

Ähnliche Werte sind die Grundlage von Vertrauensbeziehungen.

93% der Befragten meinen, um eine gute Beziehung zueinander zu haben muss man zumindest ähnliche Grundwerte teilen. Nur 7% geben gleichen Werten wenig Gewicht.

3. Zuverlässigkeit, nicht Kompetenz, ist die wichtigste Bedingung für Vertrauen

Politiker können Vertrauen einfach aufbauen: Durch authentisches, aufrichtiges Verständnis und zuverlässiges Handeln.

82% meinen, Vertrauen schafft man nur durch Zuverlässigkeit. Erstaunlich: Nur 28% erwarten Kompetenz, um Vertrauen zu haben. Auch Empathie (nur 29%) müssen Politiker nicht unbedingt zeigen, um Vertrauen zu Wählern aufzubauen.

4. Mehr als die Hälfte ist für die Einführung eines klaren Ethik-Kodexes in der Politik

Es gibt einen deutlichen Wunsch nach klaren Regeln für Politiker und Sanktionen bei Verstößen.

61% wollen einen klaren Ethikkodex für Politiker. Jedoch finden nur 19%, dass unsere Politiker besser bezahlt werden müssen, damit sie keine Gefälligkeiten mehr nötig haben. Erstaunlich: Lediglich 36% wollen eine stärkere Grenzziehung zwischen privaten Freundschaften und geschäftlichen Beziehungen von Politikern: Die Deutschen gestatten ihren Repräsentanten durchaus gemischte Netzwerkbeziehungen, wo Freundschaften auch mal ins Geschäftliche übergehen können.

5. Vertrauen und Unterstützung machen eine Beziehung aus

Gemeinsame Interessen und regelmäßige Kommunikation sind relativ unwichtig.

Eine Beziehung besteht aus einem Kontakt + Vertrauen, finden 78%. Gegenseitige Unterstützung (61%) sind für eine funktionierende Beziehung ebenfalls sehr wichtig. Jedoch viel unwichtiger als angenommen sind gemeinsame Erlebnisse (20%), regelmäßige Kontaktpflege (29%) oder gemeinsame Interessen (22%)