1. Networker tendieren zum Geben

Permanente Investition: gute Netzwerker geben mehr, als sie nehmen.

25% der Netzwerk-Profis bezeichnen sich als „Geber“, weil sie für Gefälligkeiten und Unterstützungen (fast) nichts zurück erwarten. Immerhin 34% sehen sich gegenüber anderen hauptsächlich (zu 70%) als „Geber“ und nur ab und zu (30%) als „Nehmer“ an. Dieselbe Anzahl, nämlich ebenfalls 34% der Befragten, achtet auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Leistungen geben und empfangen. Nur eine winzige Minderheit gut vernetzter Menschen nimmt mehr, als sie anderen gibt: lediglich 7% der Befragten sehen sich zu 70% und mehr als „Nehmer“.

2. Kommunikation als Schlüssel für das richtige Verhältnis

Nur, wer sagt, was er erwartet, kann bekommen, was er braucht

Man darf ruhig um Gefallen bitte, ohne Angst zu haben, einen Kontakt damit zu verschrecken: Nur erstaunliche 9% ziehen schnell Konsequenzen, wenn eine Beziehung unausgewogen ist, was eine große Toleranz professioneller Netzwerker belegt. Entspannte Freigebigkeit: Beruhigens ist, daß nur 5% der Befragten die Strategie bevorzugen, selbst nicht zu viel zu geben, um nicht ausgenutzt zu werden. 66% unserer befragten Profis haben sich angewöhnt, Erwartungen an andere deutlich zu kommunizieren, um falschen Eindrücken vorzubeugen und Beziehungen von vornherein transparent zu machen. 35% der Studien-Teilnehmer ziehen sogar regelmäßig Bilanz ihrer Beziehungen und prüfen, ob Geben und Nehmen in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen.

3. Altruismus bringt Nutzen für alle und eine positive Atmosphäre

Die Vorteile sind nicht direkt greifbar, aber essentiell wichtig.

Wohl fühlen versus Business: Fast die Hälfte aller Befragten will gar keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen, sondern sieht uneigennütziges Verhalten als vorteilhaft für das eigene Wohlbefinden in der Gruppe (14%), für die positive Atmosphäre (22%) und den guten Ruf des Netzwerks (13%). Lediglich eine Minderheit von 5% glaubt, daß durch altruistisches Verhalten in Netzwerken Teilnehmer Ihre jeweiligen Ziele schneller erreichen können. An direkten Nutzen für alle glaubt immerhin ein Viertel der Befragten (25%) als Resultat uneigennützigen Verhaltens des Einzelnen in einer Gruppe.

4. Schlechtes Gefühl verleitet Netzwerker zum Bilanz ziehen

Profis ziehen intuitiv Bilanz - Und niemals nach der ersten Gefälligkeit

Die große Mehrheit (60 %) der Profis zieht erst dann Bilanz in einer Beziehung, wenn ein schlechtes Gefühl aufkommt (35%), irgend etwas stört (9%) oder das Gefühl ausgenutzt zu werden (16%), entsteht. Lediglich 16% überprüfen ihre Beziehungen regelmäßig auf Ausgewogenheit und nur minimale 3%, bzw. 1% bilanzieren tatsächlich nach einem festen Zeitplan (Nach 1 Jahr bzw. 6 Monaten). Interessant: Ca. jeder Zehnte (11%) überprüft die bisherige Bilanz des Geben/Nehmens dann, sobald er selbst etwas von dem anderen möchte. Und fast niemand (1%) bilanziert nach der ersten gegebenen Hilfeleistung. Man kann in Netzwerken also guten Gewissens andere immer um einen Gefallen bitten.

5. Fast jeder Zweite hat sich mehrmals ausnutzen lassen

Wer sich ausgenutzt fühlt, ist selber schuld.

Knapp die Hälfte aller Profis (46 %) haben sich schon mehrfach ausnutzen lassen. Fast die gleiche Anzahl (43 %) fühlen sich jedoch selten von anderen ausgenutzt. Dies ist insoweit erstaunlich, als die Mehrheit der Befragten anderen immer noch gerne hilft (siehe Tafel 1 dieser Umfrage). Dies deutet darauf hin, dass es zum großen Teil auf das Gefühl ankommt, nicht, ob man tatsächlich ausgenutzt wird. Zum Ausgenutzt werden gehören offensichtlich immer zwei. Wer die richtigen Strategien für sich anwendet, kann freigebig sein, ohne sich ausgenutzt zu fühlen.

6. Leistung und Vertrauen beeinflussen Weiterempfehlungsbereitschaft

Empfehlungen nur nach guten Erfahrungen.

Fast drei Viertel der befragten Profis empfehlen andere nur weiter, wenn sie von der Leistung (52 %), bzw. der Qualität (11 %) des zu empfehlenden überzeugt sind. Ca. jeder Dritte (29 %) subsummiert dies unter der Aussage: „Ich empfehle jemanden weiter, wenn ich ihm vertraue.“ Zusammengefaßt heißt dies: nette Gespräche und regelmäßige Treffen reichen nicht aus, um empfohlen zu werden. Ausschließlich gute Leistungen sind der Schlüssel.